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Eine Welt Stadt Berlin ist
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)
AfricAvenir International e.V.
23.02.2019 10:30 - 15:00
Wilhelmstraße 92

13. Gedenkmarsch für afrikanische Opfer von Versklavung

Aufruf zum 13. Gedenkmarsch zur Erinnerung an die afrikanischen Opfer von Versklavung, Menschenhandel, Kolonialismus und rassistischer Gewalt.

Veranstaltet wird der Gedenkmarsch von dem Komitee für ein afrikanisches Denkmal in Berlin (KADIB). Der Gedenkmarsch wurde ins Leben gerufen, um der Forderung nach Anerkennung der Verbrechen gegen afrikanische/Schwarze Menschen Nachdruck zu verleihen und um ihren Widerstand zu würdigen. Aus diesem Grund haben die Vereinten Nationen die internationale Dekade für Menschen afrikanischer Abstammung  unter dem Motto „Anerkennung, Gerechtigkeit, Entwicklung“ ausgerufen (2015-2024).


In der Bundesrepublik Deutschland gibt es  bis heute keine zentrale Gedenkstätte zur Würdigung der afrikanischen/Schwarzen Opfer der Maafa (Kiswaheli für „große Zerstörung“). Ihren Widerstand gegen Kolonialismus und Rassismus würdigen die Vertreter_innen von Bund und Ländern bis heute nicht.

Im Gegenteil. Die Bundesregierung schließt neo-koloniale Freihandelsabkommen ab, schafft Abhängigkeiten von europäischer Entwicklungshilfe, exportiert Waffen und externalisiert seine Grenzlinien, während Afrikaner_innen im Mittelmeer durch unterlassene Hilfeleistungen der EU in den Tod getrieben werden. Falls sie die EU doch erreichen, müssen sie sich vor Abschiebung, anti-Schwarzem institutionellen und Altags-Rassismus fürchten.

Ausserdem tragen in ganz Deutschland zahlreiche Straßen noch immer die Namen von Kolonialverbrecher_innen und Profiteur_innen der Versklavung. Die Stadt Berlin hält sogar gegen den erklärten Willen der afrikanischen Community bis heute an der rassistischen Bezeichnung „Mohrenstraße“ fest. Das ist ein andauernder Affront, da der Name auf den von Brandenburg-Preußen ausgehenden Handel mit Versklavten und die Verschleppung minderjähriger Afrikaner_innen nach Berlin zurückgeht. 2019 will die Bundesregierung auch noch das Humboldt-Forum im Berliner Schloss eröffnen, in dem wertvolle Kulturschätze, die sich Kolonialverbrecher_innen angeeignet haben, präsentiert werden sollen.

Ungeachtet ihrer internationalen Selbstverpflichtungen von Durban 2001 und der derzeit laufenden UN Decade for People of African Descent (2015-24) hat die Bundesregierung die Nachfahren der Kolonisierten bis heute niemals um Entschuldigung gebeten.

Die Bundesregierung hat die Erklärung der Weltkonferenz gegen Rassismus, rassistische Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz, die vom 31. August bis 7. September 2001 in Durban stattfand, unterzeichnet. Als Beitrag zur Bekämpfung von Rassismus gegen Schwarze Menschen fordern wir im Sinne dieser Erklärung die umfassende Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte und ihrer Kontinuität unter der maßgeblichen Beteiligung von Vertreter_innen der Afrikanischen/Schwarzen Communities.
Wir rufen euch, auch 2019 gemeinsam mit uns auf die Straße zu gehen und zu gehen und unsere Forderungen nach einem zentralen Denkmal zu unterstützen.

https://www.facebook.com/events/198128831105230/

Kontakt:
Komitee für ein afrikanisches Denkmal in Berlin (KADIB)
Telefon:
017676625547