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Eine Welt Stadt Berlin ist
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)
Berlin Postkolonial e.V.
02.06.2018 11:00 - 15:00
von Neukölln nach Kreuzberg

DECOLONIZE NEUKÖLLN - Fahrradtour mit Berlin Postkolonial

Dekoloniale Fahrradtour vom Gedenkstein am Garnisionsfriedhof über die Wissmannstraße in Neukölln und über den Karpfenteich, dem Schauplatz der ersten deutschen Kolonialausstellung, bis zum May-Ayim-Ufer in Kreuzberg

11:00 Uhr: Ein Trauerspiel
Start am Friedhof Columbiadamm (Garnisonsfriedhof)
Besuch der Gedenksteine für sieben Berliner Völkermörder einerseits und für die ungezählten und ungenannten Opfer des Genozids an den Herero und Nama andererseits

12:00 Uhr: Wissmann muss weg!
Symbolische Umbenennung der Wissmannstraße in Nangoiya-Straße
Die Wissmannstraße in der Nähe des Neuköllner Herrmannplatzes ist nach Reichskommissar Hermann von Wissmann benannt, der den antikolonialen Widerstand in Ostafrika gewaltsam niederschlug. Ende März wurde in der Neuköllner BVV die Initiierung eines Dialogprozesses mit Anwohner*innen beschlossen, dessen Ziel es ist, die Wissmannstraße umzubenennen.

13:00 Uhr: zurückGESCHAUT
Station am "Karpfenteich", dem Schauplatz der Ersten Deutsche Kolonialausstellung 1896 im Treptower Park. Teil der Ausstellung war eine koloniale "Völkerschau", deren 106 Teilnehmende sich in vielfältiger Weise gegen ihre Diskriminierung zur Wehr setzten.

14: 00 Uhr: Ein Freudenfest
Abschluß am May-Ayim-Ufer, das bis 2009 den Erbauer des brandenburgisch-preußischen Sklavenforts Großfriedrichsburg (Princes Town, Ghana) Otto Friedrich von der Gröben ehrte. Seitdem würdigt es die prominente Schwarze deutsche Künstlerin, Autorin und Aktivistin May Ayim, die bis zu ihrem Tod 1996 in Kreuzberg lebte.