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Eine Welt Stadt Berlin ist
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)
SONED e.V. Southern Networks for Environment and Development
10.10.2016 14:00 - 17:30
UBI KLiZ e. V. / Mieterladen Kreutzigerstr. 23, 10247 Berlin

Den Hunger bekämpfen und Landwirtschaft nachhaltig gestalten

Im ersten Teil unserer Workshop-Reihe zu ausgewählten SDGs wollen wir uns zentralenn Fragestellungen und Herausforderungen widmen, die mit dem ambitionierten Ziel der Hungerbekämpfung einhergehen. Wie wird aus den Zielen Politik gemacht, und welche Handlungsoptionen haben wir als Verbraucher und zivilgesellschaftliche Akteure?

 

Von hehren Zielen, bemühten Ansätzen und offenen Fragen - Eine Einführung in Debatte.

 

 

 

Ernährung und Landwirtschaft sind als Handlungsfelder in der Nachhaltigkeitsagenda prominent vertreten, entsprechende Zielvorgaben finden sich in allen Zielen wieder. Im Wesentlichen wird ein Agrarmodell gefordert, das Nachhaltigkeit, Zugang zu nachhaltigen Ernährungssystemen und globale Gerechtigkeit zum zentralen Anliegen hat. Deutschland nimmt sich dieser Herausforderung in seiner Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ an.

 

Gleichwohl ist die gängige Praxis der deutschen und europäischen Agrarpolitik einer nachhaltigen Entwicklung gegenläufig. Ob durch Exportüberschüsse , die mit ihren Billigpreisen lokale Märkte zerstören, oder durch großflächigen Anbau von Futtermittelanbau in Entwicklungsländern, die für europäisches Schlachtvieh importiert werden – mit dieser Agrarpolitik werden täglich neue Fluchtursachen geschafften. Hier präsentiert sich Deutschland (noch) als Entwicklungsland.

 

 

 

Welche Ansätze und Bemühungen gibt es also, um den notwendigen Kurswechsel voranzutreiben? Wie kann eine europäische Neuausrichtung aussehen? Wie kann eine agrarökologische Wende gestaltet werden? Welche globale Projekte gibt es, welche lokalen Ansätze?

 

Diesen und anderen Fragen wollen wir gemeinsam mit unseren Referenten aus Umwelt -und Entwicklungsorganisationen nachgehen.

 

 

 

 

 

Einführungsveranstaltung

 

 

 

In unserer Auftaktveranstaltung wollen wir uns entlang zentraler Fragen eine erste Annäherung an die Agenda 2030 und SDG 2 unternehmen. Wir wollen verschiedene Standpunkte einnehmen, um unterschiedliche Interessen und Optionen kennenzulernen, die eine kritische Auseinandersetzung erst möglich machen.

 

 

 

Dabei werden wir uns entlang folgender Fragen das Thema erschließen:

 

 

 

Wie unterscheiden sich die Aufgabenstellung und Zielformulierung zu Hungerbekämpfung und Landwirtschaft in MDG und SDG? Wie wird aus diesen Zielen konkrete Politik gemacht?

 

Wie sieht die von den SDGs beschriebene Landwirtschaft und Ernährung aus, wie wird sie von der Zivilbevölkerung bewertet, welche Rolle haben die SDG für die Agrarpolitik - insbesondere in Deutschland und der EU? Wo liegen die Herausforderungen und Lösungsansätze?

 

Welche Rolle spielen Agrarindustrie, staatliche Subventionen, ökologische Landwirtschaft?

 

Welche Rolle können Agrarökologie und kleinbäuerliche Landwirtschaft spielen?
Und nicht zuletzt:

 

Wie spiegeln sich globale Zusammenhänge in unserem Alltag wieder? Welche Bedeutungen haben globale Entwicklungen für unsere Lebenswelt?

 

 

 



Unsere Referentin:
Marie-Luise Abshagen arbeitet als Referentin für Nachhaltige Entwicklung beim Forum Umwelt und Entwicklung. Sie hat einen Master of Arts in Ostasienwissenschaften und Politikwissenschaften, hat in Leipzig, Tübingen und Taipeh studiert und in den USA, Südkorea, China und Taiwan gelebt. Schon seit vielen Jahren engagiert sie sich für Menschenrechte und die Umsetzung nachhaltiger Entwicklung.

 

Das Forum Umwelt und Entwicklung wurde 1992 nach der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung gegründet und koordiniert die Aktivitäten deutscher Nichtregierungsorganisationen in internationalen Politikprozessen zu nachhaltiger Entwicklung.

 

Kosten: Die Teilnahme an dem Workshop ist kostenfrei.

 

 

 

Diese Veranstaltung ist Teil einer Workshop-Reihe zu ausgewählten SDGs. Wir informieren über den aktuellen Stand der Debatte, nehmen globale Perspektiven ein und zeigen Handlungsmöglichkeiten auf. Mit der Workshop-Reihe wollen wir einen Prozess der Auseinandersetzung und Zusammenführung mit dem Konzept der Permakultur anregen. Gemeinsam wollen wir -kurz- und auch langfristig- der Frage nachgehen, wie Permakultur in der entwicklungspolitischen Szene noch mehr Gehör finden kann und die Aufmerksamkeit erhält, die es unserer Meinung nach verdient.

 

 

Wir werden uns mit ausgewählten Zielen aus dem Katalog der SDGs auseinandersetzen. In einer allgemeinen Einführung werden wir Fragen nachgehen nach der Rolle Deutschlands, nach nationalen und internationalen Maßnahmen und Herausforderungen, nach der Rolle der Zivilgesellschaft und der Politik. Wir werden uns erfolgreiche Projekte im globalen Süden anschauen und Projekte auf lokaler Ebene kennenlernen und dabei einen Bezug zu unserer eigenen Lebenswelt herstellen und Handlungsoptionen aufzeigen.

 

soned.de

Kontakt:
Anke Reule
E-Mail:
Telefon:
030 / 294 54 01