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Eine Welt Stadt Berlin ist
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)
SONED e.V. Southern Networks for Environment and Development
22.11.2016 15:00 - 18:00
UBI KLiZ e. V. / Mieterladen Kreutzigerstr. 23, 10247 Berlin

Ernährungsrat Berlin und Agroforstkampagne

Nach der ersten Auseinandersetzung mit den SDGs im Allgemeinen und SDG2 im Speziellen wollen wir nun praktische Ansätze kennenlernen. Der Ernährungsrat Berlin und die Agroforstkampagne haben sich dabei sowohl thematisch der Zielsetzung einer nachhaltigen Landwirtschaft zur Sicherung von Ernährungssouveränität verschrieben, als auch Formate gewählt, in welchem sie ihre Vision Wirklichkeit werden lassen wollen. Denn während offensichtlich nicht zukunftsfähige Landnutzungs- und Ernährungssysteme weiterhin politisch gefördert werden, sehen sich alternative Ansätze nach wie vor großen strukturellen Hürden gegenüber.

Seit der ersten Initiative vor 35 Jahren in den Vereinigten Staaten haben sich Ernährungsräte zu einem wichtigen Instrument der Ernährungspolitik entwickelt; über Großbritannien sind sie nun auch in Deutschland angekommen. Mit dem Berliner Ernährungsrat hat sich im Frühjahr dieses Jahres ein Bündnis verschiedenster Akteure gebildet, um den zukunftsfähigen Wandel des Ernährungssystems in der Region aktiv voranzutreiben. Gemeinsam werden politische Aktivitäten, Aktionen und Forderungen ausgearbeitet und umgesetzt.

Mit dem Ansatz der Agroforstwirtschaft stellt sich ein multifunktionales Element eines zukunftsfähigen Systems vor. Mit Agroforstwirtschaft ist ein Landnutzungskonzept gemeint, in denen verholzende Pflanzen mit Feldfrüchten oder mit Tierhaltung kombiniert werden. Seit über 20 Jahren sind Agroforstsysteme international Gegenstand wissenschaftlicher Forschung: aktuelle Forschungsergebnisse zeigen Mehrerträge von 25 % und mehr. Auch um die Förderung des Agroforstsystems hat sich in Deutschland eine Kampagne gegründet, die konkrete Aktionen und Maßnahmen zur Umsetzung einer gemeinsamen Vision plant und durchführt.

In diesem dritten Workshop wollen wir nun also exemplarische vielversprechende Ansätze kennenlernen; nachfragen, inwiefern sich die die Akteure auf die SDGs als Referennzrahmen beziehen, und der Frage nachgehen, wie aus einer Initiative eine Aktion mit politischer Schlagkraft werden kann.

Kenntnisse der Agenda 2030 und der SDGs werden nicht voraus gesetzt; hierzu wird es eine kurze Einführung geben.

Referenten: Robert Strauch (Permakulturdesigner, kreativer Handwerker, Agroforster) und Christine Pohl (Koordination Ernährungsrat Berlin, Referentin beim Inkota-netzwerk)

Kontakt:
Anke bei SONED
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