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Eine Welt Stadt Berlin ist
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)
Informationsstelle Peru e.V., Berliner Gruppe
16.04.2018 19:00 - 21:00
Haus der Demokratie und Menschenrechte, Veranstaltungsraum VH 1.OG, Greifswalder Str. 4, 10405 Berlin

Filmvorführung und Diskussion „Wassergeschichten"

Der Dokumentarfilm „Historias de Agua“ (Wassergeschichten) von Gabriela Delgado Maldonado und Juan Manuel Torres-Solari Injoque erzählt Geschichten von Frauen und Männern, die von der durch Bergbauaktivitäten hervorgerufenen Umweltverschmutzung betroffen sind, und stellt die Verletzlichkeit der Wasserquellen und der Ökosysteme heraus.

Seit über zwanzig Jahren – in einigen Regionen noch viel länger – ist der Bergbau in Peru aktiv, vor allem werden Gold, Silber und Kupfer abgebaut. Bergbau als Wirtschaftsfaktor steht in Peru für Fortschritt und Wohlstand, allerdings gehören die führenden Bergbauregionen seit Jahrzehnten zu den ärmsten Perus.

Genauso lange gibt es Klagen über gesundheitliche Beeinträchtigungen, Umweltschäden, soziale Konflikte und wachsende Ungleichheiten. In der Stadt La Oroya in den Zentralanden ist seit mehr als achtzig Jahren eine Kupferschmelze aktiv; Untersuchungen haben ergeben, dass über 90 % der Kinder und viele Erwachsene erhöhte Bleiwerte im Blut haben. La Oroya zählt zu den zehn am stärksten verschmutzten Städten der Erde. Aber auch in anderen Teilen Perus gibt es immer wieder Umweltschäden und Unfälle, die durch den Bergbau verursacht wurden.

Der vom bergbaukritischen Netzwerk RED MUQUI, dem Projekt Killa Kuyay und der Firma Independent Films produzierte Film ist im Oktober 2017 in Peru angelaufen.

73 Minuten, Spanisch mit deutschen Untertiteln

Eintritt: Spende

Nach der Vorführung besteht Gelegenheit zu einem Publikumsgespräch mit Javier Jahncke, Geschäftsführer von RED MUQUI, der am Entstehen des Films beteiligt war.

Eine Veranstaltung der Kampagne «Bergwerk Peru - Reichtum geht Armut bleibt», der Berliner Gruppe der Informationsstelle Peru, des FDCL und von Red Muqui.