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Eine Welt Stadt Berlin ist
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)
Berlin Postkolonial e.V.
24.02.2017 19:00 - 21:00
Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin

Nicht ohne uns über uns!

Vertreter_innen der Ovaherero und Nama informieren über ihre Sammelklage gegen Deutschland, in der sie Teilhabe an den deutsch-namibischen Regierungsverhandlungen zum Völkermord an ihren Vorfahren und Entschädigungen u.a. für den Raub ihres Landes fordern.

Am 5.1.2017 haben die Opferverbände der Herero und Nama in New York eine Klageschrift gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht. Die vom ersten Genozid des 20. Jahrhunderts Betroffenen beschweren sich darin über Deutschland, das sie aus den deutsch-namibischen Regierungsverhandlungen zum Genozid 1904-08 ausschließt und sich generell weigert, über Reparationen zu verhandeln.

In der Podiumsdiskussion werden bedeutende Vertreter_innen und Aktivist_innen der Herero und Nama vor allem über die in New York eingereichte Sammelklage gegen Deutschland Auskunft geben und über den Stand der Dinge informieren. In der Klageschrift fordern sie ihre eigenständige Teilhabe an den deutsch-namibischen Regierungsverhandlungen zum Völkermord der deutschen "Schutztruppe" (1904-08) an ihren Vorfahren. Zudem erwarten sie von Deutschland eine Bitte um Entschuldligung und Mittel für die Schaffung eines Aufbaufonds, der sie u.a. für den Raub ihres (bis heute nicht zurückgegebenen) Landes entschädigen soll.

Auf dem Podium werden dabei sein:

- Parlamentsmitglied Ida Hoffmann, Vorsitzende des Nama Genocide Technical Committee

- Utjiua Muinjangue, Vorsitzende der Ovaherero Genocide Foundation

- Parlamentsmitglied Bernadus Swartbooi, Nama Genocide Technical Committee

- Chief Petrus Kooper, Nama Traditional Leaders Association

- Festus Muundjua, Ovaherero Genocide Foundation

Die Veranstaltung wird moderiert von Karen Taylor und Christian Kopp vom Bündnis "Völkermord verjährt nicht!

 

http://genocide-namibia.net/

Kontakt:
Christian Kopp