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AfricAvenir International e.V.
14.07.2016 21:30 - 23:00
Freiluftkino Hasenheide

Open-Air-Kino: "Tage des Ruhms" von Rachid Bouchareb

Open Air zeigen wir den herausragenden Spielfilm mit Originaltitel "Indigènes" über den Beitrag der Kolonialsoldaten im zweiten Weltkrieg, der in Frankreich eine nationale Debatte auslöste. Die Hauptdarsteller erhielten 2007 in Cannes kollektiv den Preis für die beste Hauptrolle.

Um Frankreich von den deutschen Besatzern zu befreien, stellt De Gaulle 1943 ein Heer aus 233.000 Kolonialsoldaten auf, vorwiegend aus Afrika. Angeführt von Sergent Martinez marschieren die Algerier Said, Yassir, Abdelkader und Messaoud nach Italien, wo sie in der verlustreichen Schlacht von Monte Cassino ihre Feuerprobe bestehen müssen. Im Rahmen der Operation Dragoon landen sie anschließend in Südfrankreich, wo sie zur Befreiung Marseilles beitragen. Die französischen Ideale von Gleichheit und Brüderlichkeit gelten allerdings für die Nordafrikaner nicht – immer wieder erfahren sie Diskriminierung und Rassismus aus den eigenen Reihen. Als Speerspitze im Kampf um die "Mère Patrie" erleben sie im Elsass das finale Gefecht mit der Wehrmacht.
Herausragender Spielfilm, der in Frankreich eine nationale Debatte über den Beitrag der Kolonialsoldaten auslöste. Die Hauptdarsteller erhielten 2007 in Cannes kollektiv den Preis für die beste Hauptrolle.

 https://www.youtube.com/watch?v=35DmH9lb5rg

Die Filmreihe "African Reflections" wird gefördert von der Aktion Afrika vom Auswärtigen Amt, von Brot für die Welt und vom Katholischen Fonds.
Medienpartner: Africiné, Club der Freunde von RFI, Art Labour Archives, ZMO, Humboldt Universität, AfroHeat, Yedd e.V., AL Film Festival

 

Pressestimmen

  • „Herausragend! Der kraftvollste Kriegsfilm des Jahres“ The Times
  • „Wahrhaftig und bewegend“ Chicago Tribune
  • „Tage des Ruhms ist nicht nur eine bewegende Geschichtsstunde und ein actiongeladener Kriegsfilm, er ist auch ein kämpferisches Statement über die anhaltende Diskriminierung heutzutage“ USA Today
  • "Rachid Bouchareb, selbst algerischer Herkunft, gelang mit "Tage des Ruhms" ein außergewöhnlicher Kriegsfilm, der 2007 auch für den Auslands-Oscar nominiert war. Die überragenden, in Cannes mit dem Darstellerpreis geehrten Hauptdarsteller lassen den Zuschauer förmlich ihre Angst vor dem Tod, das Fremdsein im eigenen Land und die Verzweiflung über den täglichen Rassismus spüren. Dabei formuliert Bouchareb keine platte Anklage, sondern bleibt immer nüchtern und lässt die großartig-subtilen Bilder und Szenen für sich selbst sprechen." cineastentreff.de

 Festivals und Auszeichnungen

  • Oscar®-Nominierung 2007 - Bester ausländischer Film
  • Festival de Cannes 2006 - Bestes Schauspiel
  • César Awards 2006 - Bestes Drehbuch
  • Etoile D´Or 2007 - Bester Film

 

Rachid Bouchareb hat langwierige Recherchen in französischen Staatsarchiven und Bibliotheken durchgeführt. Die wichtigsten Hintergrundinformationen lieferten ihm jedoch afrikanische Veteranen und ihre Nachfahren: "Wir haben Leute gesucht, die diese Epoche noch miterlebt haben, und reisten nach Bordeaux, Marseilles und Nantes, aber auch in den Senegal, nach Marokko und Algerien. Auf den Erfahrungen und Gefühlen dieser Zeitzeugen beruht unser Film. Bei den Gesprächen mit ihnen wurde mir klar, dass ich nicht die Geschichte eines einzelnen Soldaten erzählen wollte, sondern eine Geschichte, die für den gesamten afrikanischen Kontinent steht," so Bouchareb über seinen Film.

Darsteller
Roschdy Zem, Jamel Debbouze (Die fabelhafte Welt der Amelie, Angel-A), Sami Bouajila, Assaad Bouab, Bernard Blancan, Samy Naceri

Der Regisseur
Rachid Bouchareb wurde in Frankreich geboren und besuchte die Filmakademie in Paris. Nach mehreren Kurzfilmen drehte er 1985 “Bâton Rouge” (1985), der verschiedenen Generationen von Migranten zu Wort kommen lässt. 1991 wurde „Cheb“ aka „Flucht aus Afrika“ mehrfach ausgezeichnet u.a. in Cannes und fünf Jahre später „Dust of Life“ als Bester Ausländischer Film für die Oscars nominiert. „Little Senegal“ mit Sotigui Kouyaté in der Rolle des pensionierten Hüters des Haus der Sklaven auf Gorée, der sich auf die Suche nach seiner deportierten Familie in den USA macht, war sein erster Kassenerfolg in Frankreich. 2006 folgte der weltweite Erfolgsfilm „Indigènes – Days of Glory“ über den wesentlichen Beitrag maghrebinischer Soldaten bei der Befreiung Frankreichs. In Cannes erhielten die drei Hauptdarsteller kollektiv den Preis als Beste Schauspieler, der Film gewann den César als Bester Film und wurde für die Oscars nominiert. „London River“ (wiederum mit Sotigui Kouyaté) ist ein kluger, trauriger, sehr moralischer und zugleich zärtlicher Film über zwei Eltern, die nach den Bombenattentaten in London nach ihren Kindern suchen. „Hors la loi – Outside the Law“ ist der zweite Teil einer Trilogie über die vom Kolonialismus belasteten Beziehungen zwischen Nordafrika und Frankreich. Mit „Just Like a Woman” begann er 2012 der Beginn eine neue lose Trilogie über die die Beziehungen zwischen den USA und der Arabischen Welt.

Boucharebs Filmografie:

  • 1976: La piece (Kurzfilm)
  • 1977: La chute (Kurzfilm)
  • 1978: Le banc (Kurzfilm)
  • 1983: Peut-etre la mer (Kurzfilm)
  • 1985: Baton rouge
  • 1991: Cheb – Flucht aus Afrika (Cheb)
  • 1992: Des années déchirées (Fernsehdokumentation)
  • 1994: Die Kinder von Saigon (Poussières de vie)
  • 1997: L’honneur de ma famille
  • 2000: Little Senegal
  • 2003: Le vilain petit poussin
  • 2006: Tage des Ruhms
  • 2009: London River
  • 2010: Hors-la-loi
  • 2010: Djinns – Dämonen der Wüste (Djinns)
  • 2011: Omar – Ein Justizskandal (Omar m’a tuer)
  • 2012: Just Like a Woman
  • 2014: La voie de l’ennemi
  • 2016: Der Krieg meiner Tochter (La route d’Istanbul)

 

Eintritt: 7,50€; Kartenreservierung: 283 46 03; Anfahrt: U7 Hermannplatz, U8 Boddinstraße, Bus: M29, M41, 171, 344, 19; Nachtbus

Kontakt:
AfricAvenir International e.V.