...
Eine Welt Stadt Berlin ist
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)
Lateinamerika-Forum Berlin e.V.
01.06.2016 19:00 - 21:00
Haus der Demokratie und Menschenrechte, Vorderhaus Versammlungsraum 1. OG Greifswalder Str. 4a, 10405 Berlin; Anfahrt: Tram M 4, Bus 200, Am Friedrichshain

Peru vor dem 2. Wahlgang – Perspektiven für Wirtschaft

Die erste Runde der Präsidentschaftswahlen ergab eine Stichwahl zwischen der Tochter des früheren Diktators Alberto Fujimori, Keiko, und dem konservativen Kandidaten Pedro Pablo Kuczynski für den 05. Juni. Während es Keiko Fujimoris höchstes Ziel zu sein scheint, ihren zu 25 Jahren Haft verurteilten Vater aus dem Gefängnis zu holen, wäre ein Wahlsieg Kuczynski in den Augen vieler Peruaner/innen gleichbedeutend mit einer Fortsetzung der neoliberalen Politik fast aller Präsidenten, seitdem unter Alberto Fujimoris Präsidentschaft massiv ausländische Investoren ins Land geholt wurden.Vier Tage vor der Stichwahl haben wir die Gelegenheit, Vanessa Schaeffer Manrique, stellvertretende Direktorin des bergbaukritischen Netzwerks CooperAcción, und den peruanischen Freiwilligen Alex Aquino vom Eine Welt Forum Freiburg in Berlin in einer Informationsveranstaltung zu treffen und mit ihnen über die Perspektiven für die nächsten fünf Jahre in Peru zu diskutieren.

    Themen:

„Peru zählt zu seinen Kuriositäten die Inka-Festung Machu Picchu, den Titicaca-See und die seltsame Tradition, alle fünf Jahre eine überaus umstrittene Person zum Präsidenten zu wählen.“

Auch in diesem Jahr bricht Peru nicht mit seiner von César Bazán pointiert beschriebenen Tradition. Die erste Runde der Präsidentschaftswahlen ergab, dass es am 5. Juni 2016 eine Stichwahl zwischen der Tochter des früheren Diktators Alberto Fujimori, Keiko, und dem konservativen Kandidaten Pedro Pablo Kuczynski geben wird.

Die Programme von beiden scheinen klar: während es Keiko Fujimoris höchstes Ziel zu sein scheint, ihren zu 25 Jahren Haft verurteilten Vater aus dem Gefängnis zu holen, wäre ein Wahlsieg Kuczynski in den Augen vieler Peruaner/innen gleichbedeutend mit einer Fortsetzung der neoliberalen Politik fast aller Präsidenten, seitdem unter Alberto Fujimoris Präsidentschaft massiv ausländische Investoren ins Land geholt wurden.

Gleichzeitig wurde einer Umweltaktivistin in Cajamarca, Máxima Acuña, der Goldman Preis, eine renommierte Umweltauszeichnung, zuerkannt, woraufhin das Bergbauunternehmen Newmont gleich einen Stopp ihrer Pläne rund um das umstrittene Conga-Projekt andeutete. Vier Tage vor der Stichwahl haben wir die Gelegenheit, Vanessa Schaeffer Manrique, stellvertretende Direktorin des bergbaukritischen Netzwerks CooperAcción, und den peruanischen Freiwilligen Alex Aquino vom Eine Welt Forum Freiburg in Berlin in einer Informationsveranstaltung zu treffen und mit ihnen über die Perspektiven für die nächsten fünf Jahre in Peru zu diskutieren:

 Welche Unterschiede gibt es zwischen den Programmen?

 Wie ernst sind die Ankündigungen zum Conga-Rückzug zu sehen?

 Wird die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin den Vorrang vor Umwelt, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und Menschenrechten haben?

 Welche Chancen hat die im Kongress wiedererstarkte Linke angesichts Keikos absoluter Mehrheit?

Die Veranstaltung wird übersetzt.

http://www.lateinamerikaforum-berlin.de/veranstaltung/1488/