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Eine Welt Stadt Berlin ist
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)
13.11.2019 18:00 - 20:00
Braustube im Berlin Global Village, Am Sudhaus 2, 12053 Berlin

BER-Netzwerktreffen: Saubere Autos, dreckige Batterien

Wie ein Lieferkettengesetz gegen Menschenrechtsverletzungen beim Kobaltabbau helfen kann: Mobilitätswende – auch Berlin steht vor der Herausforderung. Im Zuge der Umstellung auf elektrisch betriebene Fahrzeuge ist Kobalt zu einem gefragten Rohstoff geworden. Der Rohstoffexperte Jacques Nzumbu Mwanga wird an diesem Abend über die aktuellen politischen Entwicklungen im Kongo und über die Forderungen von Kleinschürfer*innen im Bergbau berichten. Die Initiative Lieferkettengesetz fordert menschenrechtliche Regulierung der Auslandsgeschäfte von Unternehmen. Wie würde sich ein solches Gesetz auf den Kobaltabbau im Kongo auswirken?

Mobilitätswende – auch Berlin steht vor der Herausforderung. Im Zuge der Umstellung auf elektrisch betriebene Fahrzeuge ist Kobalt zu einem gefragten Rohstoff geworden. Er wird in großen Mengen bei der Batterieproduktion für Elektrofahrzeuge benötigt. Der Abbau, der vorwiegend in der Demokratischen Republik Kongo stattfindet, führt jedoch zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen. Kleinschürfer*innen arbeiten vielerorts ohne Arbeitsschutz in der Illegalität und werden häufig Opfer einstürzender Minen. Menschenrechtsorganisationen berichten seit Jahren von Kinderarbeit im Umfeld von Minen.

Der Rohstoffexperte Jacques Nzumbu Mwanga wird an diesem Abend über die aktuellen politischen Entwicklungen im Kongo und über die Forderungen von Kleinschürfer*innen im Bergbau berichten.

Darüber hinaus stellen wir die Initiative Lieferkettengesetz vor, die in Deutschland die menschenrechtliche Regulierung der Auslandsgeschäfte von Unternehmen fordert. Welche Ziele verbinden die Initiator*innen mit einem Lieferkettengesetz? Wie würde sich ein solches Gesetz auf den Kobaltabbau im Kongo auswirken?

Zu diesen und Ihren Fragen diskutieren mit Ihnen

  • Jacques Nzumbu Mwanga, der in der Demokratischen Republik Kongo für die Organisation CARF arbeitet und als Experte für Rohstoff-Governance über die Lieferketten von Kupfer und Kobalt und den Kleinschürfer-Bergbau berichtet
  • Nicole Ludwig, MdA Berlin, wirtschaftspolitische Sprecherin, Bündnis 90/Die Grünen, und
  • Johannes Schorling, der für das INKOTA-netzwerk arbeitet und die Forderungen der Initiative Lieferkettengesetz vorstellt

Moderation: Julia Otten, Eine-Welt-Promotorin, die bei Germanwatch zum Thema Lieferketten arbeitet

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Französisch mit Simultanverdolmetschung statt.

Anmeldung bis zum 10. November 2019 bei unten genannten Email-Adressen

Im Anschluss laden wir zum Ausklang bei Getränken und einem kleinen Snack ein.

Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Französisch mit Simultanverdolmetschung statt.

Wegbeschreibung: https://www.berlin-global-village.de/vermietung/#wegbeschreibung

Dieses BER-Netzwerktreffen ist eine Kooperationsveranstaltung des BER mit dem INKOTA-netzwerk, Germanwatch und der Initiative Lieferkettengesetz.

Förderhinweise: Die Reise von Herrn Nzumbu Mwanga wird ermöglicht mit freundlicher Unterstützung von Misereor. 

Die Veranstaltung wird gefördert durch Brot für die Welt aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes, der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin, der Stiftung Nord-Süd-Brücken sowie durch Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Kontakt:
Julia Otten; Johannes Schorling
Telefon:
030/288835686