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Eine Welt Stadt Berlin ist
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)
Farafina e.V. / Afrikahaus
05.12.2016 18:30 - 21:00
Afrika - Haus, Bochumer Str. 25, 10555 Berlin

Zur Bewegung gegen Kohleabbau und -verfeuerung in Südafrika

Eine Veranstaltung der Reihe BERLINER AFRIKAKREIS Veranstalter: Farafina Afrika-Haus e.V. in Kooperation mit INISA und SID Thema des Abends sind Aktionen für Klimagerechtigkeit – aus der Perspektive regionaler Aktivitäten gegen Kohlebergbau und Kohlekraftwerke in Südafrika und Deutschland und die Chancen für eine globale Ausstiegskampagne.

„Activism for climate justice in South Africa, from the perspective of opposing coal mines and coal power plants“.

Es diskutieren:

  • Dr. Victor Munnic, Südafrika
  • Laura Weis, PowerShift e.V.
  • Dr. Melanie Müller, FU-Berlin

Moderation.

  • Philipp Leuschner

Für Klimagerechtigkeit zu kämpfen beginnt mit dem Kampf gegen den Kohleabbau in Südafrika.

Nach Enttäuschungen über die internationale Klimadiplomatie ist die Antwort südafrikanischer Aktivisten auf den Klimawandel, jeder einzelnen Abbaustätte  für Kohle und jedem Kohlekraftwerk in Südafrika den Kampf anzusagen.

Die meisten Kohleabbaustätten Südafrikas mit allein 11 großen Kohlekraftwerken (jedes um die 4000 MW) befinden sich ebenso wie die meisten Öl- und Gasförderstätten in der Mpumalanga-Region. Es ist die Region mit dem weitaus größten Schadstoff- bzw. CO 2 – Ausstoß in Südafrika.

Der Kampf gegen den Kohleabbau und der Kohlevierfeuerung verbindet lokale Probleme wie Luftverschmutzung  und Kontamination von Wasser und Böden (etwa durch Sprengungen) oder von zwangsweise Umsiedlungen, mit dem Ziel den Kohleabbau aus Gründen des Klimaschutzes zu stoppen. 

Detailliert aufgeführt sind diese Probleme im gerade erschienenen GroundWork-Report, der auch Grundlage unseres Podiumsgesprächs sein wird.  Siehe http://www.groundwork.org.za/reports/gWReport%202016.pdf

Doch selbst diese Auseinandersetzung mit den naheliegenden Problemen, von denen die Menschen in der Region unmittelbar betroffen sind, verlangt, Antworten auf die Frage nach Alternativen zu geben und sich z.B. mit der Möglichkeit des Einsatzes erneuerbarer Energien zu beschäftigen (Kohle ist die Energiebasis für 90 Prozent der Nutzenergieerzeugung in Südafrika).     

Erst recht fordert die Aufgabe, den Menschen vor Ort die Frage des Klimawandels nahe zu bringen große Anstrengungen, das Problem und die darin steckenden Dynamiken und Bedrohungen  zu erläutern.

Mit der Herausgabe ihres „Plan A, der schnelle Weg zu 100 % Erneuerbare in Südafrika“ hat vor kurzem die Schwesterorganisation von GroundWork,  Earthlife Africa, eine wichtige Arbeit vorgelegt. 

Und entgegen der Ansicht, die auch Dr. Munnic vertreten hatte, dass nämlich das globale Problem und die UN-Verhandlungen rund um den Klimawandel den lokalen Widerstand kaum beleben werden, zeigt sich nun, dass bei den lokalen Aktivisten die Sorgen um das Weltklima durchaus ein Echo finden, wie etwa das folgende Gedicht zeigt: http://communitymonitors.net/indexcommnet.php/?p=2152

Die Gruppe, die das Gedicht vortrug, die “Mpumalanga Youth Against Climate Change” führt auch Stücke auf, die die heftigen Verschmutzungen des wichtigsten Flusses in der Region durch die Kohleindustrie zum Thema hat.

http://www.afrikahaus-berlin.de/events/klimawandel-afrikanische-perspektiven/

Telefon:
0303922010