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Eine Welt Stadt Berlin ist
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)

Julia Otten

Promotorin für faires und zukunftsfähiges Wirtschaften in globalen Lieferketten

Ich bin Promotorin, weil ...

... Berlin sich zu einem Standort für faires und zukunftsfähiges Wirtschaften entwickeln soll. Daher setze ich mich für die Einhaltung der Menschenrechts- und Umweltstandards in globalen Lieferketten und eine gerechte Handelspolitik ein.

Thema: Zukunftsfähiges Wirtschaften

Mitarbeiterin bei Germanwatch e.V.

otten@germanwatch.org, 030/288 835 686

 

Worum geht es bei meiner Arbeit?

Faires Wirtschaften ist ein wesentlicher Baustein für eine zukunftsfähige, nachhaltige und globale Entwicklung. Gemeinsam mit lokalen Alternativen, wie zum Beispiel Repair-Cafés, Gemeinwohl orientierten Unternehmen und NROs wollen wir in Berlin Einfluss auf eine Veränderung der politischen Rahmenbedingungen für zukunftsfähiges Wirtschaften nehmen – auf den Einkauf der öffentlichen Hand und die Wirtschaftspolitik des Landes Berlin. Die Bundes- und Landesregierung haben die Verpflichtung politische Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Mensch und Umwelt nicht ausgebeutet werden.

Dafür setzte ich mich im Rahmen des Berliner FAIRgabe-Bündnisses gemeinsam mit dem DGB Berlin, BUND Berlin, BER und WEED ein. Ich erarbeite und unterstütze im Rahmen der Promotorenstelle Bildungsangebote zu einem verantwortlichen Wirtschaften in globalen Lieferketten im schulischen und außerschulischen Bereich, vermittle Fachwissen zu aktuellen politischen Entwicklungen und rege neue Kooperationen von Initiativen in der Stadt mit politischen Akteuren an.

 

Beispiele aus meiner Arbeit

Juni 2017: Broschüre "Check dein Handy!"

Die Broschüre zeigt Jugendlichen den verantwortungsvollen Umgang mit dem Handy – auf Arabisch/Deutsch und Türkisch/Deutsch.

Das Smartphone ist besonders für junge Menschen ein zentraler alltäglicher Gebrauchsgegenstand. Viele ersetzen es regelmäßig durch ein neues: Im Durchschnitt wird das Handy eines Jugendlichen nicht älter als 16 Monate. Doch jedes einzelne Smartphone hat gravierende Auswirkungen auf Menschenrechte, Arbeits- und Umweltschutz. Ich habe in Kooperation mit Gülcan Nitsch von der deutsch-türkischen Umweltorganisation Yeşil Çember eine türkisch/deutsche und arabisch/deutsche Broschüre als handlichen Graphic Novel entwickelt, der die globalen Auswirkungen von Smartphones auf Mensch und Natur auf ansprechende Weise erklärt.

Die Leser*innen bekommen außerdem Tipps und Informationen zur sicheren Datennutzung, zu Handystrahlung und zum Recycling.
Die zunehmende Nachfrage und Produktion verursachen einen höheren Bedarf an Rohstoffen und tragen damit zu Konflikten im Rohstoffabbau bei. Zudem wachsen die Elektroschrottberge rasant an. Die Arbeitsbedingungen in der Produktion von Handys selbst sind nach wie vor erschreckend. Doch nicht nur die IT-Branche muss umdenken, auch die Verbraucher*innen müssen sich anders verhalten. Hier setzt die Broschüre „Check dein Handy“ an, um junge Menschen für ihre Verantwortung zu sensibilisieren.

>>> Mehr Infos zur und Download der Broschüre

 

August 2016: Multimediales Tool „Auf den Spuren der globalisierten Wirtschaft“

Was ist Unternehmensverantwortung? Welche weltweiten Auswirkungen kann die Tätigkeit von Unternehmen auf Menschenrechte oder Umwelt haben? Wofür sind Unternehmen in der globalisierten Wirtschaft verantwortlich? Welche Lösungsansätze und Forderungen an die Politik werden diskutiert?

In der multimedialen Präsentation „Auf den Spuren der globalisierten Wirtschaft“ stellt die Promotorin umfangreiche Hintergrundinformationen, Lesetipps und Filme zu den weltweiten Auswirkungen von Unternehmensaktivitäten auf Menschenrechte und Umwelt in verschiedenen Wirtschaftsbereichen vor. 

>>> Hier findet Ihr die Präsentation