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Eine Welt Stadt Berlin ist
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)

Michael Jopp

Promotor für Kommunale Entwicklungspolitik

 

Ich bin Promotor, weil ...

… die Berliner Bezirke Unterstützung benötigen, um ihre wichtige Rolle bei der Gestaltung globaler Gerechtigkeit auszufüllen. Ich setze mich dafür ein, dass die Bezirke konkrete Handlungsmöglichkeiten haben, um ihrer Verantwortung für eine gerechtere globale Entwicklung nachzukommen.

Mitarbeiter bei der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Berlin-Kreuzberg mit San Rafael Del Sur e.V.

michael.jopp@staepa-berlin.de, 030/612 09 165

Worum geht es bei meiner Arbeit?

Sowohl auf nationaler, als auch auf Länderebene wurde in den letzten Jahren anerkannt, dass Kommunen eine immer wichtigere Rolle in der Entwicklungspolitik spielen, da Nachhaltigkeit nahezu alle Handlungsfelder einer Kommune berührt. Daher vernetze ich Akteure aus Bezirkspolitik, -verwaltung und Zivilgesellschaft und initiiere Kooperationsprojekte in den Bereichen Globales Lernen, Fairer Handel/Faire Beschaffung, und Nord-Süd-Partnerschaften. Hierbei arbeite ich sowohl mit Vertreter*innen aus Bezirkspolitik und -verwaltungen vor Ort, NRO, als auch mit Kommunalverwaltungen in Partnerländern zusammen.

 

Beispiele aus meiner Arbeit

Newsletter: Vision Faires Berlin

 

Bei diesem Newsletter handelt es sich um eine 2-3mal jährlich erscheinenden, vielseitigen Überblick über Aktivitäten, Veranstaltungen und Entwicklungen im Bereich Fairer Handel und Faire Beschaffung für ganz Berlin. 

>>>Zum Newsletter Nr. 1-2018

>>> Zum Newsletter Nr. 2-2017

>>> Zum Newsletter Nr. 1-2017

 

 

 

November 2017: Fans im Exil - Podiumsdiskussion über Fußball, Flucht und Fankultur im Osten der Ukraine

Am 4. Spieltag der UEFA Europa League (02.11.2017) trafen Zorya Luhansk im Berliner Olympiastadion auf Hertha BSC. Der ukrainische Fußballclub ist kein Gegner wie jeder andere, denn Luhansk liegt im von den Separatisten besetzten Gebiet nahe der russischen Grenze. Im Zuge des Krieges musste der Verein seine Heimat verlassen und trägt seitdem seine Spiele in Zaporizhya und Lviv aus.

Nicht nur die Spieler und Trainer mussten Luhansk verlassen, auch ein großer Teil der Fans lebt mittlerweile in anderen Teilen der Ukraine. Die Situation von Zorya Luhansk und seinen Anhängern steht symbolisch für das Schicksal von 1,8 Millionen Binnenflüchtlingen in der Ukraine. Wir haben das Europa-League-Spiel daher zum Anlass genommen, um den Blick hierzulande auf die Lebensrealitäten der Menschen, die aus den besetzten Gebieten im Osten der Ukraine geflohen sind, zu werfen und sie zu Wort kommen lassen (Menschenrechtsaktivist*in, NGO-Mitarbeiter*in, Fanvertreter etc.).

Bei der Veranstaltung handelte es sich um eine Kooperationsveranstaltung der NGO Gesellschaftsspiele e.V., der Stabstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung des Bezirksamtes Charlottenburg und dem Fachpromotor für kommunale Entwicklungspolitik.

 

Oktober 2017: Schulungs- und Bildungsgangebot „Sport GloBall“ – „Berliner Sport – Rund um Fair!“ auf dem Fachtag des Berliner Fußballverbandes

Im Oktober fanden zwei Multiplikator*innenschulungen für Workshopangebote im Bereich Nachhaltigkeitsziele und Sport statt. Nachdem das WS-Konzept „SportGloball“ bereits am 12.10. an verschiedene Multiplikator*innen vermittelt wurde, gab es am 20.10. die Kooperation mit dem Berliner Fußballverband, dem LSVD und natürlich dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg. Dabei präsentierte sich die Kampagne im Rahmen des Fachtages  „Vereine stark machen - für Vielfalt im Fußball“ auf dem Markt der Möglichkeiten, stellte sich im Rahmen der Fachdiskussion vor und gestaltete eine der 6 Fachtags-Werkstätten. Hier wurden zunächst theoretische Hintergrundinformationen zu Menschenrechtsverletzungen in der Produktion von Fußbällen und anderen Sportartikeln vermittelt.

Anschließend wurden die Teilnehmenden in der Anwendung eines Materialkoffers mit Fußball-Nähset zum Thema Fußballproduktion, Arbeitsbedingungen, Fußball und Fairer Handel geschult. Die praktische Selbsterfahrung im Zusammennähen von Ballteilen schaffte mehr Verständnis für die Arbeitssituation der Ballnäher*innen in Pakistan. Insgesamt kam das Angebot sehr gut an und es wurde weitere Unterstützer*innen für die Sportkampagne gewonnen.

 

seit 2017: Kampagne „Berliner Sport Rund um Fair!“

Im Rahmen des „Bündnis Faire Stadt Berlin“ ist die Kampagne „Berliner Sport - Rund um Fair!“ entstanden. Gemeinsam mit einem breit aufgestellten Zusammenschluss von Akteuren gilt es dafür zu sorgen, dass der Berliner Sport einen wichtigen Beitrag leistet zur Umsetzung der SDGs im Rahmen der Agenda 2030.

Dazu soll einerseits auf ein nachhaltiges und faires Konsummuster im Berliner Sport umgestellt werden. Hierzu werden u.a. kofinanzierte Sammelbestellungen mit Berliner Schulen und Vereinen organisiert. Andererseits wird Informations- und Bildungsarbeit zu a) Menschenrechtsverletzungen in der Produktionskette von Sportartikeln und b) zu Fairen Einkaufs- und Beschaffungsmöglichkeiten geleistet. Gleichzeitig gilt es, globale Themen wie Migration, Flucht und Arbeits- bzw. Lebensbedingungen in Beziehung zu setzen. Dazu sind interdisziplinäre Vernetzung und Synergie mit weiteren Akteuren (migrantisch-diasporischen Organisationen, Verwaltung, Sportverbände uvm.) ebenfalls Schwerpunkte der Kampagne.

>>> Zum Kampagnenfilm

 

seit Juli 2017: Tempelhof-Schöneberger Fair-Handels Botschafter*innen - Nord-Nord Städtepartnerschaften aktivieren für globale Gerechtigkeit

18 Schüler*innen samt Betreuern befinden sich auf Botschafts-Reise für den Fairen Handel. Ihr Reiseziel sind vier verschiedene Städte (3 in Deutschland und eine in den Niederlanden), mit denen der Bezirk Tempelhof-Schöneberg eine Partnerschaft pflegt. Die Idee dieses Projekts ist es, die bestehenden Nord-Nord Städtepartnerschaften mit Themen der globalen Gerechtigkeit zu füllen.

Dabei geben die Mitglieder der Fairhandels-Koch AG eine thematische Basis vor. Eingeladen von den jeweiligen Partnerkommunen vermitteln sie Ihr Wissen sowohl an Akteure aus Verwaltung und Politik, als auch an die lokale Öffentlichkeit. Im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung informieren unsere Botschafter*innen in Buffetform auf kulinarische Weise über Sinn und Möglichkeiten des fairen Handels und dessen Verbindung mit regionalem Konsum.

Darüber hinaus setzen sie sich auf ihrer Reise,  mittels der besuchten Orte wie bspw. einem interkulturellen Begegnungszentrum, auch mit weiteren globalen Themen wie Flucht und Migration auseinander. Sie treffen Schüler*innen, Kirchgemeinden und interessierte Vereine mit dem Ziel dieses Projekt  in den nächsten Jahren fortzusetzen. Wir sind gespannt auf die weitere Berichterstattung.

Entstanden ist das Projekt aus einer Zusammenarbeit des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg, der Gustav-Langenscheidt-Schule und dem Berliner Eine-Welt-Promotor*innenprogramm. Finanziert wird das Projekt durch die Servicestelle Kommunen in der einen Welt und aus Mitteln der Bezirksverordnetenversammlung.

 

März 2017: Bezirksausflug nach San Rafael del Sur in Nicaragua

Die Projektvorbereitungsreise des Bezirksamtes Friedrichshain – Kreuzberg nach San Rafael del Sur war nach langem Hin und Her doch noch genehmigt worden. Es galt innerhalb von drei Tagen die Sachen zu packen und zwei Kooperationsprojekte zwischen den Kommunen San Rafael und Friedrichshain-Kreuzberg auf den Weg zu bringen.

So soll noch dieses Jahr mit der Errichtung eines Naturschutzreservates auf dem Gelände des ehemaligen Kalkabbaugebietes, nahe dem urbanen Kern der Kommune begonnen werden. Im Rahmen eines Ausfluges wurden uns beim ersten Anblick des Gebiets, die akuten Probleme des Klimawandels in Form von „Trockenheit und Wassermangel“ sowie die verheerende Konsequenz einer falschen Aufforstung vor Augen geführt und spürbar.

Das zweite der beiden Projekte betrifft die Einrichtung eines „Rehabilitationszentrums für Alkohol- und Drogensüchtige“ in San Rafael. Es gibt keine Anlaufpunkte für direkt von Sucht Betroffene und für deren Angehörige.

Wir hoffen, dass die angestoßenen Projekte genehmigt und realisiert werden, denn dann können wir uns im Rahmen des Projekts nächstes Jahr auch auf eine Ausstellung über Klimawandel und die Arbeit der Städtepartnerschaft Kreuzberg - San Rafael del Sur hier in Berlin freuen.