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Eine Welt Stadt Berlin ist
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)

Michel Adolphe

Ich bin Promotor, weil ...

... globale Gerechtigkeit rassismuskritisch und dekolonial verstanden werden muss. Ich unterstütze, berate und vernetze Akteur*innen und  Organisationen, die erfahren wollen, wie sich das in der Praxis konkret umsetzen lässt und wie sich diese Haltung auch in den  Strukturen ausdrücken kann.

Thema: Migration und Diaspora

Mitarbeiter bei moveGLOBAL e.V.

michel-adolphe@moveglobal.de, 030/120 26 348

 

Worum geht es bei meiner Arbeit?

Unsere Stadt steht vor der großen Herausforderung, die Barrieren zu überwinden, die einem friedlichen und respektvollen Zusammenleben entgegenstehen. Berlins Stärke und Zukunft ist die Vielfalt.

Damit migrantische Organisationen ihr Engagement und ihre Motivation stärken können, damit sie sich operativ stark, entsprechend ihrer tollen Ideen und Lösungsansätze einbringen können, brauchen sie einerseits Informationen über die Förderlandschaft bzw. Chancen. Andererseits brauchen sie Ermutigung, brauchbare Tipps, wie sie ihre Ideen umsetzen können und vor allem Hinweise über gelungene Projekte von anderen Kolleg*innen, über andere starke Partner und Netzwerke.

Und ich stehe ich für die Stärkung eines Dialoges mit den Akteuren der Mehrheitsgesellschaft, die bisher kaum und gar keine Arbeitserfahrungen mit migrantischen Organisationen gesammelt haben. Hier geht es um die Stärkung von notwendigen Kompetenzen mit aktiven, engagierten Menschen, vor allem aus dem Globalen Süden, um uns gemeinsam für Berlin zu engagieren.

 

Da ich erst seit Januar 2018 als Promotor tätig bin, sind nachstehend Arbeitsbeispiele meiner Vorgängerin Lucía Muriel aufgeführt.

Beispiele aus meiner Arbeit

2017: Reader "Was wir schon immer über den Fairen Handel wissen wollten - Ein Handbuch für die Arbeit der migrantischen Organisationen im Fairen Handel"

Der Reader richtet sich an Mitarbeiter/innen migrantisch-diasporischer Organisationen und andere politisch und wirtschaftlich aktive Migrant/innen in Deutschland. Sie erhalten einen systematischen Überblick über die zentralen Themen des Fairen Handels, didaktisch und visuell aufbereitet, mit good-practice-Beispielen und Hinweisen zur Vertiefung. Der Reader greift dabei für Migrant/innen relevante Fragestellungen auf und regt gleichzeitig zivilgesellschaftliches Engagement an.

>>> Mehr Infos und Bezug des Readers

 

2017: Migrantische Organisationen und Akteure beim Global Forum on Migration and Development

Vom 28. Juni bis 1. Juli  2017 findet das Global Forum on Migration and Development (GFMD) unter dem Vorsitz Deutschlands und Marokkos in Berlin statt. 2006 vom damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan ins Leben gerufen, ist das GFMD ein informelles und unverbindliches Forum, bei dem sich Vertreter_innen von Regierungen und Zivilgesellschaft regelmäßig über Migration und Entwicklung austauschen. Lucía Muriel ist seit März Mitglied der Begleitgruppe zur Vorbereitung der Konferenz: „Das Global Forum on Migration and Development 2017 – zentrale Herausforderungen und Erwartungen“ am 7. Juni 2017 in Berlin.

Im Rahmen dieser Konferenz soll der Frage nachgegangen werden, welchen Beitrag das GFMD 2017 im Hinblick auf die aktuellen Prozesse und Herausforderungen leisten und welche Rolle die Zivilgesellschaft hierbei spielen kann. Die zivilgesellschaftlichen Gruppen und Organisationen haben bisher nur schwer Zugang zu den Debatten, Netzwerken und Ergebnissen. Andererseits taugen Vereinbarungen (Global Compact) nicht viel wenn sie nicht die Zivilgesellschaft und grass-root in den Beschlüssen abbilden können.

So beschlossen die Promotorin Lucía Muriel und Jille Belisario als eine Antwort auf diese Frage die Umsetzung eines zweitägigen Workshops, zu dem speziell Vertreter/innen der migrantischen Zivilgesellschaft, von Aktivist/innen of Color und geflüchtete Aktivist/innen eingeladen wurden. Am 20. und 21. 05. 2017 trafen sich dann 20 bzw. 25 Vertreter/innen aus migrantischen Organisationen, Berliner Aktivist/innen of Color gegen Rassismus, Kolonialismus und für Menschenrechte und Partizipation, geflüchtete Frauen aus Afghanistan, Geflüchteten-Selbstorganisationen aus Brandenburg,  Felix Braunsdorf von der Friedrich-Ebert-Stiftung- International und Nils Utermoehl von Brot für die Welt.

Berliner Akteure wie Biplab Basu von der Kampagne für die Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP)  u.a. mit größtem zivilgesellschaftlichen Gewicht, die sich für ein rassismuskritisches, menschenrechtsbasiertes und dekoloniales Berlin einsetzen, präsentierten ihre Initiativen, Lösungsansätze und Strategien. Am zweiten Workshop – Tag wurden Empfehlungen für die Umsetzung einer humanen, sicheren und straffreien Migration diskutiert. Diese Empfehlungen wird Jille Belisario über das transnationale Netzwerk einspeisen in die Globale Arbeitsgruppe „Global Campaign against hate-speech, racism and discrimination“.

Somit gelang es der Promotorin eine Präsenz und Mitwirkung von migrantischen Organisationen und Akteuren innnerhalb eines regionalen bzw. weltweiten Forum zu Migration und Entwicklung. Alle wurden ausführlich über die Landschaft der internationalen Organismen, deren Zusammenwirken zwischen Nicht- und Regierungsorganisationen und den Möglichkeiten einer Mitwirkung informiert.
Durch die Kooperation der Promotorin wurde moveGLOBAL als Kooperationsveranstalter der PGA einbezogen.

Mehr Informationen über Peoples Global Action