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Eine Welt Stadt Berlin ist
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)

Tahir Della

Ich bin Promotor, weil ...

… die koloniale Geschichte Deutschlands aufgearbeitet werden muss. Ich möchte dazu beitragen, dass Berlin seiner historischen Verantwortung gerecht wird. Das ist die Voraussetzung, um Rassismus und Ausgrenzung in Deutschland abzubauen.

Thema: Dekolonisierung

Mitarbeiter bei glokal e.V.

della@glokal.org, 030/209 89 146

 

Worum geht es bei meiner Arbeit?

Über Koloniale Spuren aufzuklären, sie sichtbar zu machen und zu dekonstruieren ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit und damit trage ich bei zu einem gesellschaftlichen Miteinander, das dringend gebraucht wird und unabdingbar ist für eine demokratische und den Menschenrechten verpflichtete Gesellschaft.

 

Beispiele aus meiner Arbeit

seit 2016: Koordination des Bündnis "Decolonize Mitte"

Straßennamen als Teil unseres Alltags sind ein wichtiger Ausdruck dessen, was als Erinnerungswert gehandelt wird und was nicht. Was als „gemeinsame“ Geschichte angesehen wird und was nicht. Dieses „gemeinsam“ schließt allerdings oft nicht alle Menschen ein, mehr noch: kolonialrassistische Bezeichnungen werden aufrechterhalten, verharmlost und Schwarze Menschen weiter diskriminiert!

Paradebeispiel ist die Mohrenstraße in Berlin-Mitte. Das Wort „Mohr“ ist die älteste diskriminierende Fremdbezeichnung für Schwarze Menschen. Es kommt unter anderem aus dem griechischen und steht für „dumm“, „töricht“ und „gottlos“. Ursprünglich wurde das Wort für nicht-christliche Nordafrikaner*innen gebraucht. Dies änderte sich jedoch bereits im 18. Jahrhundert und der Begriff wurde gleichbedeutend mit dem ebenfalls rassistischen N*-Wort. Beide Begriffe dienten seit je her dazu, die Menschheit nach den „Rassenideologien“ in Gruppen zu teilen und Schwarze Menschen abzuwerten. In diesem Zusammenhang wurden die Bezeichnungen stets diskriminierend gebraucht und erhielten Einzug in die deutsche Kultur. Wir fordern als Zeichen der Ablehnung solch diskriminierender Fremdbezeichnungen die längst überfällige Umbenennung dieser Straße

Da Straßennamen der Ehrung von bedeutenden Persönlichkeiten dienen, sollte hier ein Name stehen, der eine Schwarze Persönlichkeit der deutschen oder internationalen Geschichte und/ oder Politik ehrt. In Frage kommen da eine ganze Menge (siehe das Dossier Stadt neu Lesen).

>>> Mehr Infos auf derWebsite des Bündnis' Decolonize Mitte

 

Juli 2016: Black Lives Matter Demonstration in Berlin

Im Juli 2016 demonstrierten ca. 700 Menschen gegen die Polizeigewalt in den USA und weltweit. Unterstützt durch zahlreiche NRO wurde der zweite „Black Lives Matter“-Marsch durchgeführt und er richtete sich gegen die zunehmende Gewalt der Polizei in den USA und auch in Deutschland.

Fälle wie der Tod von Trayvon Martin, Michael Brown, Eric Garner und Tamir Rice sorgten weltweit für internationales Aufsehen und bewirkten auch in Deutschland für eine Debatte über rassistische Polizeiarbeit gegenüber Schwarzen Menschen oder People of Color.

 

September 2016: Stadt neu lesen - Dossier zu kolonialen und rassistischen Straßennamen in Berlin

Das vom Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag in Kooperation mit der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) und Berlin Postkolonial herausgegebene Dossier zu kolonialen und rassistischen Straßennamen stellt ein weiteren Marker in der Sichtbarmachung kolonialer Spuren im öffentlichen Raum dar. Aufzuklären, sichtbar zu machen und zu dekonstruieren dieser Spuren sind ein wesentlicher Bestandteil der zum gesellschaftlichen Miteinander dringend gebraucht werden und unabdingbar sind für eine demokratische und den Menschenrechten verpflichtete Gesellschaft.

>>> Zum Dossier Stadt neu lesen