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„Die Spree liegt amAzonas“

Die Spree liegt amAzonas: Berlin in der Verantwortung für den Schutz der Regenwälder Amazoniens und seiner Bewohner*innen. Aktivitäten der zivilgesellschaftlichen Initiative „Berlin aktiv im Klima-Bündnis“ von April bis Dezember 2021.

„Der Amazonas brennt“ – diese Schlagzeile ging letztes Jahr viral. (Illegale) Abholzungen sind nur ein Treiber der globalen Klimakrise. Aggressiver Extraktivismus, Palmölplantagen, Sojaanbau und der Bau von Staudämmen tragen ebenso bei. Mit dem Aufweichen von Schutz- und Umweltgesetzen und der Freigabe von indigenen und Naturschutzgebieten sind lokale Gemeinschaften zunehmend betroffen.

Meist werden Klimakatastrophen und Umweltzerstörungen als lokales Phänomen, oftmals des Globalen Südens, angesehen. Jedoch sind es vor allem die Länder des Globalen Nordens, die die Klimakrise durch ihr Konsumverhalten und ihre Lebensweise verursachen. Die Herausforderungen der Klimakrise verlangen daher globale Perspektiven.

Berlin im Klimabündnis

Seit 1992 ist Berlin formelles Mitglied im „Klima-Bündnis – Europäische Kommunen in Partnerschaft mit indigenen Völkern“. Mit über 1.800 Mitgliedskommunen aus 27 Ländern, Bundesländer, Provinzen, NROs und andere Organisationen ist das Klimabündnis heute weltweit eines der größten Städtenetzwerke in Sachen Klimaschutz.

2018 hat sich die Initiative „Berlin aktiv im Klima-Bündnis“ gegründet. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, dass die bestehende Mitgliedschaft Berlins im Klima-Bündnis aktiv wahrgenommen und in die Stadtgesellschaft kommuniziert wird. Im Fokus steht dabei die aus der Mitgliedschaft Berlins im Klima-Bündnis erwachsende Verpflichtung mit Leben zu füllen, die Bewohner*innen des Regenwaldes zu schützen und notwendige klimapolitische Prozesse in Berlin anzustoßen. Fast 30 Jahre nach dem Berliner Beitritt fordert die Initiative angesichts der globalen Klimakrise eine ambitionierte Berliner Klimapolitik, die internationale Dimensionen einbezieht, und steht als Dialogpartnerin zur Verfügung.

Akteur*innen und Aktivitäten

Die Initiative besteht seit aus umwelt- und entwicklungspolitischen NRO und interessierten Einzelpersonen, auch aus der südamerikanischen Diaspora. Sie umfasst die Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt (ASW), den Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag (BER), das Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika (FDCL), GegenStrömung, das Lateinamerika-Forum Berlin (LAF) und PowerShift.

Anhand unterschiedlicher analoger und digitaler Formate wird zwischen April und Dezember 2021 aufgezeigt, dass der Schutz der natürlichen Ressourcen und die Unterstützung der indigenen Gemeinschaften am Amazonas mit dem Interesse Berlins verbunden sind. Das Projekt adressiert globale Probleme und Handlungsmöglichkeiten des Klimaschutzes für unterschiedliche Gruppen der Berliner Öffentlichkeit und für Entscheidungsträger*innen. Gemäß dem Motto: „Die Spree liegt amAzonas.“

Zu den Maßnahmen gehört u.a. eine Wanderausstellung „In Zeiten des Klimawandels. Lernen von Amazonien“ und eine Fotoausstellung zu indigenen Gemeinschaften in Brasilien. Zudem folgen Diskussionsveranstaltungen zu globalen Folgen der Entwaldung des Amazonasgebietes, zum Regenwald- und Biodiversitätsschutz in Lateinamerika und zu länderübergreifenden Großprojekten und deren Auswirkungen auf den Regenwald und das Klima. Im Kontext des Besuchs von Aktivist*innen aus dem Amazonas wird im Umfeld zweier UN-Konferenzen zu Biodiversität und Klima ein Fachworkshop und die international besetzte Podiumsveranstaltung „Hilferufe aus Amazonien – Handlungsauftrag für die deutsche Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung auf kommunaler Ebene?“ durchgeführt. Als Projektabschluss ist zum Ende des Jahres das Fachgespräch „Berlin im Klimabündnis: Klimagerecht in die nächsten Jahre!“ vorgesehen.

Alle Aktivitäten finden in enger Kooperation mit dem Klimabündnis-Büro in Frankfurt am Main statt.

Die Aktivitäten der zivilgesellschaftlichen Initiative „Berlin aktiv im Klima-Bündnis“ werden gefördert von der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in Kooperation mit der Stiftung Nord-Süd-Brücken. Für die Inhalte sind allein die Organisationen verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz bzw. der Stiftung Nord-Süd-Brücken wieder.

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