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August 2020

22Aug9:3015:30DIASPORA Sommerakademie ANTIKOLONIALE BILDUNG HIER UND JETZTBei dem Fachtag wollen wir uns als Praktiker_innen mit den verschiedenen inhaltlichen sowie methodischen Ansätzen der Vermittlung antikolonialer Themen (historisch sowie aktuell) widmen. Wir wollen Netzwerken und voneinander lernen. 9:30 - 15:30 Veranstalter: NARUD e.V. Themen:Dekolonisierung,Globales Lernen,Migration und DiasporaFormat:Informations-, Podiums- oder Diskussionsveranstaltung,Vernetzungstreffen

Veranstalter

NARUD e.V.info@narud.org

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Veranstaltungsbeschreibung

Unsere diesjährige DIASPORA Sommerakademie setzt Antikoloniale
Bildung in den Fokus. Wir verstehen darunter einen Ansatz, der
Kolonialismus nicht als eine abgeschlossene historische Phase
betrachtet, sondern als Methode Kolonialismus (historisch sowie aktuell –
siehe die kolonialen Realitäten von Territorien wie Puerto Rico zu den
USA oder Ceuta und Melilla zu Spanien etc.) in seiner wirtschaftlichen,
politischen, sozialen, kulturellen und psychischen Dimension zu
verstehen, sowie diesem mit parteiischen Widerstandskonzepten
entgegenzutreten. Unser Blickwinkel greift die theoretischen und
politischen Errungenschaften post- und dekolonialer Ansätze auf, setzt
jedoch antikoloniales Wissen und Kämpfe in das Zentrum unserer
Wissensvermittlung.

Bei dem Fachtag wollen wir uns als Praktiker_innen mit den
verschiedenen inhaltlichen sowie methodischen Ansätzen der Vermittlung
antikolonialer Themen (historisch sowie aktuell) widmen. Wir wollen
Netzwerken und voneinander lernen. 

Hierzu wird es Impuls-Vorträge von erfahrenen Praktiker_innen
antikolonialer Bildung in Deutschland geben, Raum für Selbstreflexion,
sowie die Möglichkeit des direkten Austausches unter Kolleg_innen.
Unsere Referent_innen dieses Jahr sind Angelo Camufingo, Amanda Luna und
Catherine Abon. 

Die DIASPORA Sommerakademie ist eine ganztägige Tagung von und für
Bildungsakteur_innen aus dem Globalem Süden/Tricont bzw.
diasporisch/migrantische nicht-weißen Bildungsakteur_innen. Durch den
Tag moderieren wird Eleonora Roldán Mendívil, Projektkoordinatorin bei
NARUD e.V.

 

Angelo Camufingo ist deutsch/angolanischer
Aktivist sowie Diversity und Inclusion Consultant und Studentischer
Antirassismus-Referent and der Universität Potsdam. Er arbeitet auch als
Trainer zu Antirassismus. Momentan schließt er seinen Master of
Education in Englisch und Französisch ab. Angelo forscht aktuell zu der
Entwicklung transkultureller Diskurse in Rahmenlehrplänen deutscher
Schulen, Wissenshierarchien und auto-ethnografischen Arbeiten zu
Machtstrukturen und rassistischen Kontinuitäten.

 

Thema: Antokoloniale Bildung und Afrika

 

Amanda Luna, geboren in Peru Huánuco ist Quechua
und Aktivistin für die Verteidigung der Rechte indigener Völker und
Mutter Natur, und arbeitet an der Universität Aachen im Bereich der
Gesundheitsforschung. Aufgrund ihres Aktivismus leitet sie
kontinuierlich Workshops zu sozialen und politischen Themen aus der
Sicht betroffenen Menschen. Ihr Schwerpunkt liegt darin, fern der
eurozentrischen Sichtweise zu arbeiten. Für sie ist die Verbindung zum
Land und zu indigenen gesellschaftlichen Gruppen in Peru besonders
wichtig. Diese Perspektiven sollen gestärkt werden. Durch ihr Leben in
Deutschland, hat sich ihre Perspektive erneut ausgeweitet und ihr
gezeigt wie beides geht: das Bewahren und die Bestärkung indigener
Kulturen und das Zusammenspiel mit anderen Perspektiven auf
Antikolonialismus und Antirassismus.

 

Thema: Antokoloniale Bildung und die Americas

 

Dr. Catherine Abon ist Geologin spezialisiert auf
Hydrologie, Lehrerin, Erzieherin und Aktivistin. Sie hat sie als
Dozentin an der Universität der Philippinen gearbeitet und war in einer
Organisation aktiv, die sich dafür einsetzt, dass Wissenschaft und
Technologie allen Menschen dienen. Seit 2011 lebt sie in Deutschland und
setzt ihre politische Arbeit fort, die sich auf die Förderung der
Rechte philippinischer Frauen hier und auf den Philippinen sowie anderer
Migrantinnen verschiedener Nationalitäten konzentriert. Sie ist
Mitglied der philippinischen Frauenorganisation Gabriela Deutschland, hat den ersten Antikolonialen Monat in Berlin im Oktober / November 2019 mitorganisiert und fungiert

als Teil des Interimsrates der neu gegründeten europaweiten April
28 Koalition für die Rechte und das Wohlergehen von Migrant_innen und
Geflüchtete.

 

Thema: Antokoloniale Bildung und Asien

 

Zeit

(Samstag) 9:30 - 15:30

Kontaktname

Eleonora Roldán Mendívil

Kontakt E-Mail

globaleslernen@narud.org

Kontakt Telefonnummer

030 40 75 75 51