September 2026
Frieden dekolonisieren - plurale Ansätze für eine global gerechte Friedenspraxis
Veranstaltungsbeschreibung
Weltweit nehmen Kriege, Aufrüstung und autoritäre Politik zu. Gleichzeitig geraten zivile Konfliktbearbeitung, Friedensförderung und entwicklungspolitische Bildungsarbeit unter Druck. Fördermittel werden gekürzt, während Ausgaben für Militarisierung steigen. Zudem ist
Veranstaltungsbeschreibung
Weltweit nehmen Kriege, Aufrüstung und autoritäre Politik zu. Gleichzeitig geraten zivile Konfliktbearbeitung, Friedensförderung und entwicklungspolitische Bildungsarbeit unter Druck. Fördermittel werden gekürzt, während Ausgaben für Militarisierung steigen. Zudem ist Friedensförderung nie neutral: Sie ist eingebettet in historische und gegenwärtige globale Ungleichheiten und kann bestehende Ausschlüsse sowohl überwinden als auch reproduzieren.
Das BER-Fachgespräch widmet sich deshalb der Frage, wie Frieden in der internationalen Zusammenarbeit und der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit dekolonial gedacht und gestaltet werden kann. Eine dekoloniale Perspektive fordert dazu auf, unterschiedliche Vorstellungen von Frieden sichtbar zu machen, lokale und indigene Wissensformen einzubeziehen und die Frage nach Teilhabe, Gerechtigkeit und Macht neu zu stellen.
Nach Impulsen unserer Referentinnen Dr. María Cárdenas (sie/ihr) von der Goethe-Universität Frankfurt und Dr. Ljubinka Petrovic-Ziemer (sie/ihr) vom Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Hessen tauschen wir uns in Kleingruppen aus.
Austauschraum 1 mit Dr. Ljubinka Petrovic-Ziemer (sie/ihr)
Austauschraum 2 mit Dr. María Cárdenas (sie/ihr)
Austauschraum 3 mit Jaqui Steinberger (keine/sie), BER
Referentinnen
Dr. María Cárdenas:
Dr. María Cárdenas (sie/she/her) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Goethe-Universität Frankfurt. Sie interessiert sich für die Rolle von (De-)Kolonialität für Frieden und Sicherheit, wobei der Schwerpunkt auf pluriversalen Ansätzen und der Zusammenarbeit mit indigenen, afrokolumbianischen, Rrom-Gitano- und Raizal-Akteuren liegt. Neben ihrer Forschung verfügt sie auch über Arbeitserfahrung in der internationalen Zusammenarbeit (Timor-Leste, Kolumbien und Guatemala).
Dr. Ljubinka Petrovic-Ziemer (sie/ihr) ist Landesnetzwerkkoordinatorin und Programmkoordinatorin für das hessische Eine Welt-Promotor*innen-Programm des epn Hessen. Seit Ausbruch des Krieges im ehemaligen Jugoslawien beschäftigt sich Ljubinka mit gewaltfreier Konflikttransformation, Friedensförderung, gesellschaftlicher und strafrechtlicher Vergangenheitsarbeit und Erinnerungskulturen in Nachkriegsgesellschaften und im postkolonialen Kontext.
Moderation:
Sylvia Werther (sie/ ihr), BER
Jaqui Steinberger (kein Pronomen/sie), BER
Anmeldung unter projekt@eineweltstadt.berlin
Zeit
Ort
Berlin Global Village, Raum: „Patrice Lumumba Galerie“
Am Sudhaus 2, 12053 Berlin
Kontaktname
Jaqui Steinberger
Kontakt E-Mail
steinberger@eineweltstadt.berlin
Kontakt Telefonnummer
01575 8182459
