Tahir Della

Promotor für Postkolonialismus und Antirassismus

Ich bin Promotor, weil ...

… die koloniale Geschichte Deutschlands aufgearbeitet werden muss. Ich möchte dazu beitragen, dass Berlin seiner historischen Verantwortung gerecht wird. Das ist die Voraussetzung, um Rassismus und Ausgrenzung in Deutschland abzubauen.

Thema: Dekolonisierung
Mitarbeiter bei Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland Bund e.V.
tahirdella@isdonline.de

Telefon: 030/209 89 146

Worum geht es bei meiner Arbeit?

Über Koloniale Spuren aufzuklären, sie sichtbar zu machen und zu dekonstruieren ist ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit und damit trage ich bei zu einem gesellschaftlichen Miteinander, das dringend gebraucht wird und unabdingbar ist für eine demokratische und den Menschenrechten verpflichtete Gesellschaft.

Beispiele aus meiner Arbeit

2020 ist der Startpunkt zwei zentraler Projekte im Zusammenhang der Berliner bzw. deutschen Kolonialgeschichte und ihrer Wirksamkeiten bis in die Gegenwart. An beiden Projekte habe ich als Promotor mitgearbeitet.

Decolonize Berlin: Aufarbeitungs- und Erinnerungskonzept

Der neu gegründete Verein Decolonize Berlin koordiniert das vom Land Berlin 2019 beschlossene gesamtstädtische Aufarbeitungs- und Erinnerungskonzept (DS 18/1788). Mit Landesmitteln wird die Koordinierungsstelle die Partizipation aller beteiligten Akteur*innen aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und städtischen Institutionen rund um die Erarbeitung eines solchen Konzeptes und seiner Maßnahmen organisieren: Die Städtepartnerschaft mit der namibischen Hauptstadt Windhoek muss mit Leben gefüllt werden. Ein Aufarbeitungskonzept muss alle relevanten Politikfelder (Kultur, Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Umwelt, Anti-Distriminierung) in den Blick nehmen.

Der Verein Decolonize Berlin besteht zurzeit aus AfricAvenir International, AFROTAK TV cyberNomads, Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag – BER, Berlin Postkolonial, Each One Teach One, FuturAfrik, glokal sowie der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland und stützt sich auf die ehrenamtliche Arbeit eines Netzwerks von ca. 100 Einzelpersonen.

Am 15. Januar 2020 fand die Kick-Off-Veranstaltung des Bündnisses mit über 100 Teilnehmer*innen aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung statt.

>>>Zur Dokumentation der Kick-Off-Veranstaltung am 15. Januar 2020

Kulturprojekt „Postkoloniales Erinnern in der Stadt“

Im Januar 2020 begann ein fünfjähriges Kulturprojekt, das die historische Rolle Berlins als koloniale Metropole beleuchten und sich mit den problematischen Nachwirkungen dieser Geschichte bis in die heutige Zeit auseinandersetzen wird. Die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und die Kulturstiftung des Bundes fördern das Projekt mit drei Millionen Euro.

Das Projekt wird in Berlin bis Ende 2024 mit Ausstellungen und Veranstaltungen intervenieren, die in unterschiedlichen Stadtbezirken die lokale Kolonialgeschichte beleuchten und nach Verbindungen zu aktuellen Ungleichheiten fragen. Jährlich wird ein Kulturfestival zu dekolonialen Perspektiven ausgerichtet. Zudem entwickelt das Projekt eine Online-Kartierung, die koloniale und postkoloniale Erinnerungsorte in Berlin, in Deutschland und in seinen ehemaligen Kolonien sowie deren Verbindungen dokumentiert.

2016: Stadt neu lesen - Dossier zu kolonialen und rassistischen Straßennamen in Berlin

Das vom Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag in Kooperation mit der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) und Berlin Postkolonial herausgegebene Dossier zu kolonialen und rassistischen Straßennamen stellt ein weiteren Marker in der Sichtbarmachung kolonialer Spuren im öffentlichen Raum dar. Aufzuklären, sichtbar zu machen und zu dekonstruieren dieser Spuren sind ein wesentlicher Bestandteil der zum gesellschaftlichen Miteinander dringend gebraucht werden und unabdingbar sind für eine demokratische und den Menschenrechten verpflichtete Gesellschaft.

>>> Zum Dossier Stadt neu lesen

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