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Eine Welt Stadt Berlin ist
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)
06.09.2017 17:00 - 19:00
Berlin Global Villag, Am Sudhaus 2, 12053 Berlin

BER-Netzwerktreffen

Alles so schön bunt hier – Siegelwirrwarr im Supermarkt

Wir alle kennen die Situation, dass man beim Einkauf angesichts unzähliger Labels den Überblick verliert und sich zugleich nicht im Klaren darüber ist, hinter welchem dieser Siegel tatsächlich faire Lieferketten stehen. Die Menge an Labels hat in jüngster Vergangenheit stark zugenommen und ist bis in die Lebensmittel-Discounter vorgedrungen. Dort wählt man dann irgendwie zertifizierte Produkte, ohne zu wissen, wofür diese tatsächlich stehen. Nicht jedem Label kann man in gleichem Maße trauen. Im Rahmen der Kampagne SUPPLY CHA!NGE hat die Christliche Initiative Romero (CIR), welche sich seit mehr als 35 Jahren für Arbeits- und Menschenrechte in Lateinamerika engagiert, in einer groß angelegten Studie 92 Siegel, Label und Initiativen auf soziale und ökologische Kriterien sowie auf ihre Glaubwürdigkeit geprüft. Dabei kamen große Unterschiede ans Licht - neben nichtssagenden Initiativen gibt es vorbildliche Biosiegel. Das zugehörige Handbuch „Ein Wegweiser durch das Label-Labyrinth“ erschien im Mai 2017, fasst die Ergebnisse der Studie verständlich zusammen und gibt eine konkrete Orientierungshilfe an die Hand. Als Leiterin der Studie war Sandra Dusch Silva maßgeblich daran beteiligt. Im Rahmen des Netzwerktreffens werden wir mit ihr über (vermeintlich) faire Labels, deren Wirkungen und das Problem der Transparenz sprechen. Manuel Blendin vom Forum Fairer Handel, das regelmäßig Fair-Handels-Standards überprüft, wird im Anschluss kurz auf Herausforderungen bei der Bewertung von Siegeln und Labeln eingehen.

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