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Unsere Vision von Klima- und Ressourcengerechtigkeit

Crivitzer Straße in Berlin-Hohenschönhausen: Der Paketdienst liefert im Elektroauto einen energiesparenden Kühlschrank in den Haushalt eines 75-jährigen Rentners. Er hat den Kauf des Geräts vom Berliner Stadtwerk gefördert bekommen.

Seitdem das Stadtwerk in der Hand der Berliner*innen ist, sinkt der Strompreis insbesondere für einkommensschwache Haushalte. Endlich werden Strom und Wärme zu 100% aus erneuerbaren Energien gewonnen. Solaranlagen auf S-Bahnhöfen und Wohnhäusern produzieren dezentral Energie, auch Winddrachen auf dem Tempelhofer Feld und Windparks am Berliner Stadtrand und in Brandenburg liefern Energie an die Stadtwerke. Aus den Braunkohletagebauten in der Lausitz sind Naturerholungsräume geworden, mit dem Ausstieg aus der Kohlenutzung hat auch die Feinstaubbelastung in Berlin merklich abgenommen.

Für bessere Luft sorgt auch das Umdenken beim Verkehr: Die breiten und gut ausgebauten Fahrrad-Schnellwege kreuz und quer durch Berlin erfreuen sich großer Beliebtheit. Ein Großteil des öffentlichen Raumes, der früher von parkenden Autos in Beschlag genommen wurde, ist inzwischen begrünt. Wer doch einmal ein Auto braucht, greift auf ein elektrisch betriebenes und geteiltes Auto zurück. So kommt auch endlich der Rentner aus Hohenschönhausen unkompliziert zu den öffentlichen Verkehrsmitteln Berlins.

Mit öffentlichen Fördermitteln wurden nach und nach alle Wohngebäude in Berlin wärmegedämmt. Eine gesetzliche Regelung schließt aus, dass dadurch die Mieten steigen. 2018 wurde das Eine Welt Zentrum auf dem Gelände der ehemaligen Kindl-Brauerei als beispielhafter Ort für energieeffizientes Bauen, Leben und Arbeiten eröffnet. Die Mieter*innen des Zentrums nutzen Bürogeräte gemeinsam, ihre zentrale Recyclingstelle repariert und zersetzt Gegenstände in ihre verwertbaren Einzelteile.

In unserer Eine Welt Stadt Berlin ist die Energiewende geschafft und klimaneutrales sozialverträgliches Handeln selbstverständlich. Es ist die Basis, um Umweltzerstörung aufzuhalten und globale Ungerechtigkeit zu beenden.

Aber leider leben wir noch nicht in der Eine Welt Stadt Berlin.

In Berlin wird immer noch Steinkohle verfeuert, die unter Verletzung der Menschenrechte in Kolumbien und anderswo abgebaut wird. Die Braunkohlekraftwerke in Berlin und Brandenburg blasen ungeheure Mengen an CO2 in die Luft. Die Energienetze sind nicht in Berliner Hand, obwohl 600.000 Berliner*innen dies gefordert haben. Der Braunkohle-Konzern Vattenfall ist weiterhin der Grundversorger für Strom in Berlin. Jede*r dritte Berliner*in besitzt ein Auto, die Stickstoffbelastung im Zentrum der Stadt ist trotz Umweltzone hoch.

Der CO2-Austoß, sei es durch Industrie, Verkehr oder bei der Energieerzeugung, ist eine der größten Ursachen für den Klimawandel, durch den weltweit ca. vier Milliarden Menschen gefährdet sind. Sie leben insbesondere auf dem afrikanischen Kontinent, in Südasien und auf kleinen Inselstaaten. Städte in Industrienationen wie das Land Berlin tragen eine besondere Verantwortung für das Ende des Klimawandels und für mehr Klimagerechtigkeit, denn ihr Ressourcenverbrauch und der CO2-Ausstoß sind besonders hoch.

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