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Was wir fordern

Wir fordern, dass Globales Lernen ein Querschnittsthema in allen Bildungsformen wird.

In Berliner Rahmenlehrplänen spielt „Nachhaltige Entwicklung/ Lernen in Globalen Zusammenhängen“ bisher nur eine untergeordnete Rolle. Die Lehrmethoden sind häufig wenig partizipativ und stark leistungsorientiert. In dieser Ausrichtung bereiten die Berliner Schulen Jugendliche und junge Erwachsene nur ungenügend auf die globalisierte Stadt vor. Perspektiven wechseln, solidarisches Handeln und Engagement üben, Partizipation erlernen und Empathie empfinden sind wichtige Kompetenzen, die es braucht, damit Berlin zu einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Stadtgesellschaft wird. Dazu gehört auch die kritische Aufarbeitung der Deutschen Kolonialgeschichte und sich daraus ableitender Kontinuitäten wie der ungleichen Verteilung von Ressourcen in der Welt und Rassismus in der Gesellschaft. Aus diesem Grund müssen die Inhalte und Methoden des Globalen Lernens als Querschnittsthema in alle Fächer und Schulformen integriert werden, einschließlich Berufs- und Förderschulen, in Curricula, Schulkonzepte, Lehrpläne und in die Lehramtsausbildung sowie in Bildungsangebote in der Freizeit.

Wir fordern die Beteiligung der Zivilgesellschaft bei der Entwicklung von Bildungskonzepten sowie die Einbindung ihrer Bildungsangebote in den Schulablauf.

Entwicklungspolitische Vereine und Bildungsreferent*innen bieten Angebote des Globalen Lernens an. Sie vermitteln nicht nur Hintergrundwissen für unterschiedliche Altersklassen und Bildungsstufen, sondern zeigen auch Möglichkeiten des Engagements auf. Sie setzen sich jeden Tag mit globalen Fragen auseinander und können daher Lehrer*innen bei der Vermittlung unterstützen. Sie sollten dementsprechend sowohl bei der Erstellung und Konzeption von Lernmaterialien und Lehrplänen beteiligt werden als auch als Akteur*innen und Referent*innen Bildungsprojekte des Globalen Lernens durchführen. Um diese Kooperationen zu unterstützen, können Rahmenvereinbarungen mit außerschulischen Partnern zur Ausgestaltung von Ganztagsschulangeboten angeschlossen werden.

Wir fordern antirassistische Fortbildungen für Personen in Bildungseinrichtungen.

Interkuturelle Kompetenz ist die Voraussetzung dafür, dass alle Menschen gerne lernen und es nicht zu Ausschlüssen und Diskriminierungen in Bildungszusammenhängen kommt. Lehrende in allen Berliner Bildungseinrichtungen und Angestellte in bildungsrelevanten Institutionen (z.B. der Bildungsverwaltung) sollten daher regelmäßig an antirassistischen Fortbildungen teilnehmen.

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