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Eine Welt Stadt Berlin ist
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)
Haukari e.V.
26.11.2017 14:00 - 16:00
Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung, Sebastianstr.21, 10179 Berlin

Kurdistan-Irak nach dem Referendum: Wie geht es weiter?

Karin Mlodoch und andere HAUKARI Mitarbeiter und Mitglieder werden über die aktuelle Situation in Kurdistan-Irak nach Referendum, der darauf folgenden irakischen Intervention und dem Erdbeben vor einigen Tagen berichten. Wir werden natürlich auch über unsere Projektarbeit besonders in der Germian-Region berichten. HAUKARI e.V. setzt dort die Arbeit mit Frauen und Jugendlichen fort und leistet zudem Nothilfe für kurdische Familien, die aus der Stadt Tuz Khurmatu geflohen sind. Hier waren nach dem Vormarsch der irakischen Armee und schiitischer Milizen die Spannungen zwischen turkmenischen, arabischen und kurdischen Bevölkerungsgruppen eskaliert. Von unseren Mitarbeitern vor Ort haben wir auch die neuesten Informationen über Lage nach dem Erdbeben.

MitarbeiterInnen von HAUKARI e.V. berichten über die aktuelle

Situation in Kurdistan-Irak und die Projektarbeit inmitten von Krise und Orientierungslosigkeit

 

In den letzten Wochen hat sich die Situation in Kurdistan-Irak dramatisch verändert. Am 25.09. 2017 stimmten bei einem international und innerkurdisch umstrittenen Referendum 92% der Wahlbeteiligten für ein unabhängiges Kurdistan. Drei Wochen später nahm die irakische Armee zusammen mit schiitischen Milizen die bis dahin kurdisch kontrollierte Erdölstadt Kirkuk ein; wenig später alle Distrikte, in denen kurdische Peshmerga seit dem Vormarsch der Terrormiliz „Islamischer Staat“ 2014 die Kontrolle übernommen hatten. In den darauffolgenden Wochen beschuldigten sich die kurdisch-irakischen Parteien gegenseitig der politischen Verantwortung für den Verlust der Gebiete mitsamt den dort liegenden Ölquellen. In der Bevölkerung herrschen Fassungslosigkeit, Wut und Orientierungslosigkeit - und die Furcht, dass dem kolossalen Zusammenbruch kurdischer Unabhängigkeitsträume nun ein interner Krieg folgen könnte. Zum 01.11.2017 trat Massud Barzani von seinem Amt als Präsident der Kurdischen Region im Irak zurück. Für November geplante Neuwahlen zum Kurdischen Regionalparlament wurden verschoben. Noch ist unklar, in welcher Zusammensetzung und mit welchen Zielen eine legitimierte Vertretung der irakisch-kurdischen Bevölkerung in Verhandlungen mit der Zentralregierung in Bagdad gehen wird.  

HAUKARI e.V. setzt die Arbeit mit Frauen und Jugendlichen im Germian-Gebiet fort und leistet zudem Nothilfe für kurdische Familien, die aus der Stadt Tuz Khurmatu geflohen sind. Hier waren nach dem Vormarsch der irakischen Armee und schiitischer Milizen die Spannungen zwischen turkmenischen, arabischen und kurdischen Bevölkerungsgruppen eskaliert.

Wir freuen uns auf Eure/Ihre Teilnahme. Rückfragen an: info@haukari.de oder telefonisch unter 0160 97 77 44 22

http://www.haukari.de/files/pdf/Einladung_Sonntagssalon_Nov_2017.pdf

Kontakt:
Ernst Meyer
Telefon:
0163 / 416 72 72