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Eine Welt Stadt Berlin ist
Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER)
Solidaritätsdienst International e.V. (SODI)
22.04.2018 12:00 - 28.04.2018 18:00
Berlin und Brandenburg

Tschernobylwoche – aktiv für eine friedliche Zukunft

Vom 22. bis 28. April 2018 findet die Tschernobylwoche statt. Unter dem Motto „10 Jahre Erinnerung für die Zukunft – vom GAU zur Energiewende“ erinnern und mahnen die SODI-Ortsgruppen mit verschiedenen Aktionen an die Katastrophe in Tschernobyl und treten für eine friedliche Welt ein.

32 Jahre nach der Katastrophe in Tschernobyl, am 26. April 1986, ist es wichtiger denn je, über die Gefahren und Risiken der Atomenergie aufzuklären. Auch die aktuelle Situation - immer noch sind sieben Atomkraftwerke allein in Deutschland aktiv und die diplomatische Krise zwischen den USA und Nordkorea ist ungelöst - zeigt die Aktualität der atomaren Gefahr. Während der Tschernobyl-Aktionswoche (22. bis 28. April 2018) erinnern die SODI-Ortsgruppen entlang der Oder an das Reaktorunglück, dessen Schatten sich für die Betroffenen bis in die Gegenwart ziehen. Auch das Engagement für eine friedliche Welt mit einer nachhaltigen Zukunft steht im Fokus der Woche.

In gemeinsamen Aktionen mit den Schüler*innen mehrerer Schulen der Region setzen die SODI-Ortsgruppen ein Zeichen für die Energiewende und eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. In ihren Veranstaltungen zeigen sie nicht nur die Gefahren auf, sondern bieten ebenfalls Lösungen. Nachhaltigkeitsaspekte sowie Umweltschutz sind hier wichtige Punkte, um die Menschen für ihr eigenes verantwortungsbewusstes Handeln zu sensibilisieren. „Eine zukunftsfähige Gesellschaft funktioniert nur durch eine nachhaltige Politik, die gerechte Voraussetzungen für alle schafft“, sagt Hagen Weinberg, Sprecher der SODI-Ortsgruppen.

Erstmals wird neben Experten des unabhängigen Strahleninstituts BELRAD ebenfalls Nastja Moltschanowa an der Aktionswoche teilnehmen. Die junge Frau, eine Betroffene der 2. Generation nach Tschernobyl, spricht über die Auswirkungen Tschernobyls aus eigener Erfahrung. Nastja wurde mit einem missgebildeten Bein geboren. Weil es keine adäquaten Hilfen gab, stand ihr ein Leben in Isolation bevor. Gemeinsam mit SODI und einer modernen Prothese konnte Nastja jedoch selbstbestimmt ihren Weg gehen. Sie studiert nun an der Staatlichen Universität für Informatik und Radioelektronik in Minsk.

Zusätzlich wird die Ausstellung der Friedensbibliothek „Erinnerung an die Zukunft – Hiroshima, Tschernobyl und die Folgen“ weitere Einblicke in das Thema geben. Gerrit Große, Mitglied des Landtages Brandenburg für Die Linke und ehemalige Landtagsvizepräsidentin, ist Schirmherrin der Aktionswoche. Die Aktionswoche wird durch Die Linke, die IBB und private Spenden gefördert.

http://www.sodi.de/aktuell/terminekalender/termin_detail/datum/2018/04/22/tschernobylwoche-aktiv-fuer-eine-friedliche-zukunft/

Kontakt:
Katja Neuendorf, Assistentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit SODI