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Veranstaltungsreihe „Der Hindukusch liegt nicht nur in Afghanistan“

Eine Veranstaltungsreihe des Afghanistan-Komitess für Frieden, Wiederaufbau und Kultur e.V., des Zaki – Bildung und Kultur e.V., moveGLOBAL e.V. und dem Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag (BER).

(C) tahora Husaini, Ausstellung „Her Dream, Her Pain“

Frauen unter den Taliban – damals und heute

Input & Austausch mit der afghanischen Menschenrechtsaktivistin Nahid Shahalimi und dem Journalisten Thomas Ruttig
danach: Diskussion und Vernissage zur Fotoausstellung  und Videovorführung „Her Dream, Her Pain: Depicted and Quoted” von Tahora Husaini, dazu anschließend Gespräch mit den afghanischen Frauenrechtler*innen Zainab Farahmand und Fatima Nawabi

Freitag, den 8. April 2022, 16:00 – 19:00 Uhr

im Berlin Global Village, Am Sudhaus 2, 12053 Berlin

Nach der Machtübernahme der Taliban stand Afghanistan zu kurz im Zentrum des öffentlichen Interesses. Vor unseren Augen spielt sich eine der größten humanitären Tragödien der Gegenwart ab: Afghanistan ist voll von Hunger, Angst, Terror, Unterdrückung der Frauen, gesteuert durch ein Regime, das sich selbst in einem Prozess konfliktreicher Konsolidierung befindet.

Nach 8 Monaten wollen wir ein erstes Fazit aus frauenrechts- und menschenrechtlicher Sicht ziehen:

–  Was ist aus den Versprechen der Taliban zur Achtung der Frauenrechte geworden?

–  Welche Funktionen werden den Afghaninnen im neuen System zugewiesen?

–  Welches Frauenbild resultiert daraus?

–  Welche Erwartungen haben afghanische Menschenrechtsorganisationen, gerade wenn es um Gespräche mit den Taliban auf internationaler Ebene geht?

–  Welcher Widerstand ist noch möglich und wie kann man diesen von hier aus unterstützen?

Eine Anmeldung wird aus organisatorischen Gründen schriftlich bis spätestens 30.03.2022 an das Afghanistan-Komitee per Mail erbeten (afghanistan-komitee-berlin@outlook.de).

Eine Veranstaltungsreihe des Afghanistan-Komitess für Frieden, Wiederaufbau und Kultur e.V., des Zaki – Bildung und Kultur e.V. , moveGLOBAL e.V. und dem Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlag (BER).

weitere Veranstaltungen im Rahmen der Reihe: beide von 14:00 bis 18:00 Uhr im Berlin Global Village, Am Sudhaus 2 in Berlin, bitte jeweils anmelden unter afghanistan-komitee-berlin@outlook.de

25. April: Menschenrechte im Exil – die afghanische Diaspora in Berlin

Etwa 7 Millionen Afghan*innen, also etwa ein Fünftel der derzeitigen Einwohner*innenzahl des Landes, leben derzeit im Exil, davon etwa 6 Millionen als Flüchtlinge überwiegend in den beiden Nachbarländern Pakistan und Iran, der Rest überwiegend in Europa und den USA. Afghanische Geflüchtete leben in den wichtigsten Zufluchtsländern in prekären Lebens- und Arbeitsbedingungen mit geringen individuellen und gruppenbezogenen Zukunftsperspektiven. Sie werden diskriminiert und stehen unter starkem Vertreibungs- und Abschiebungsdruck.

Wir wollen mit Menschen der afghanischen Diaspora in Deutschland über den Zusammenhang der Aufenthaltsbedingungen von Afghan*innen und ihrem möglichen politischen Engagement für Frauen- und Menschenrechte in Deutschland und Afghanistan sprechen und darüber, wie afghanische Geflüchtete und deren Expertisen und Erfahrungen und vor dem Hintergrund der neuen politischen Lage hier in zivilgesellschaftlichen Strukturen und Projekte eingebunden werden können. Dabei steht im Vordergrund, was sich für nach Deutschland geflüchtete Afghan*innen durch die Machtübernahme der Taliban ändert, juristisch bzgl. Ihres Status, aber auch politisch für den Einsatz für Frauen- und Menschenrechte.

Inputs von und Diskussion mit Ute Finckh-Krämer (ehem. MdB, u.a. Auswärtiger Ausschuss und Menschenrechtsausschuss Rechtsanwältin Mona Romeis (Leipzig) und Dr. Gul-Rahim Safi (Afghanistan-Komitee Berlin)

Mehr Infos hier

Samstag, 21. Mai, 14:00 – 18:Uhr

Quo Vadis Afghanistan? Frieden in Afghanistan durch regionale Stabilisierung

Die Wahrnehmung des Konflikts in Afghanistan als „terroristische Bedrohung“ führt dazu, nur die Regierungsseite als legitime Akteurin anzusehen, und die bewaffneten und zivilen Widerstandsgruppen als zu bekämpfende „Insurgenten“ und nicht als Partner, mit denen ein Interessenausgleich auch durch Verhandlungen gesucht werden muss.

Unzureichende und unzureichend legitimierte staatliche Institutionen, fehlende Sicherheit, eine  Kriegs- und Drogenökonomie, von der nur eine kleine Minderheit profitierte und welche die Lebensperspektiven der großen Mehrheit und die Möglichkeiten der Entfaltung und Nutzung ihres menschlichen Potentials zerstörte, Fortsetzung der Flucht- und Abwanderungsbewegung vor allem der jungen und qualifizierten Menschen sind aktuell traurige Realität in Afghanistan und drohen noch schlimmer zu werden in dem Land, wenn nicht inklusiv gehandelt und gedacht wird.

Daher ist geplant die Perspektive aller Konfliktparteien, soweit es geht, zu beleuchten und auf Gemeinsamkeiten zu analysieren, die essenziell sind für den Wiederaufbau des Landes und einen sicheren, nachhaltigen Frieden in Afghanistan. Hier muss ein Narrativ hergestellt werden, welches den äußerst komplizierten Sachverhalt der Friedensentwicklung in Afghanistan beleuchtet.

Input von Matthias Meyer, ehemaliger deutscher Botschafter in Tadschikistan und Usbekistan

danach Diskussion mit Matthias Meyer (ehemaliger deutscher Botschafter in Tadschikistan und
Usbekistan), Schekeba Jentsch (StayIn e.V.) und Dr. Ellinor Zeino (Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.; Leiterin Regionalprogramm Südwestasien, Office Kabul / Tashkent – online)

Mehr Infos hier

Die Veranstaltungsreihe wird gefördert von Engagement Global mit Mitteln des BMZ und der Berliner Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe.

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